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Unter anderem mit diesen Themen: Quantitative Soziologie, Statistik, R & LaTeX

Nachrichten von der eigenen Forschungsfront

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Der letzte sinnvolle Beitrag liegt nun bereits etwas zurück und es wird Zeit, wieder etwas Substanz in dieses Weblog zu bringen. Nachfolgend einige Bemerkungen zu dem, was ich in den letzten Monaten bearbeitet habe und was geplant ist.

Meta-Analyse als Verfahren der Forschungssynthese in der Soziologie. Dargestellt anhand zweier Fallbeispiele zum Schulabsentismus

Die Fertigstellung meiner Promotionsschrift “Meta-Analyse als Verfahren der Forschungssynthese in der Soziologie. Dargestellt anhand zweier Fallbeispiele zum Schulabsentismus” habe ich bereits Anfang Dezember 2007 verkündet. Mittlerweile habe ich auch die Disputation erfolgreich abgeschlossen und muss nun meine Arbeit (in welcher Weise auch immer) veröffentlichen. Die Arbeit versucht vor allem methodische Fragestellungen zu beantworten. In diesem Zusammenhang lassen sich vor allem drei Aufgaben nennen: (1) Durchführung einer Meta-Analyse auf Grundlage von Individualdatensätzen. (2) Der Frage nachgehen, wie stark sich die Ergebnisse einer auf Individualdaten sowie einer auf Aggregatdaten basierenden Meta-Analyse unterscheiden. (3) Die beispielhafte Anwendung einer vor allem von Sutton et al. (2007) vorgeschlagenen Technik, welche die simultane Verarbeitung von Befundinformationen auf Individual- und Aggregatdatenebene ermöglicht.

“Nebenbei” befasst sich die Arbeit mit der Forschung zum (unentschuldigten) Schulabsentismus. Hier interessieren vor allem zwei Aspekte: (1) Sowohl von Seiten der Wissenschaft als auch von Seiten der Medien besteht ein großes Interesse am Schulschwänzen. Im Rahmen dieser Meta-Analyse wird der Frage nachgegangen, ob die sehr heterogene Datenbasis Hochrechnungen zur Prävalenz des Schulschwänzens in Deutschland zulässt. (2) Eine zweite Meta-Analyse widmet sich dem Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund von Jugendlichen und ihrer Schwänzhäufigkeit.

Auf dem 21. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften in Dresden werde ich einige Befunde zur Prävalenz des Schulschwänzens vorstellen (siehe Forschungsforen, FF 23).

Geplante Aktivitäten im Quanti|Soz|Blog

In den letzten Wochen habe ich zwei Artikel begonnen, sie aber noch nicht vollendet, weil schlicht die Zeit fehlte. Zum einen sollen es einen Beitrag zum “Dataverse Network Project” geben, beziehungsweise etwas allgemeiner zur Transparenz und Reproduzierbarkeit empirischer Sozialforschung.

Nach wie vor habe ich Lust, ein paar Worte zum Stichwort statistische Signifikanz niederzuschreiben. Anlass war die Debatte in der Wissenswerkstatt um erhöhte Leukämieraten in der Nähe von Kernkraftwerken. Weit bin ich bislang allerdings noch nicht gekommen. Ein paar Folien (ordentliche Quellenangaben fehlen leider) aus unserem Forschungspraktikum “Vorhersagemodelle der Stabilität von Partnerschaften” könnte ich aber anbieten.

Lesenswertes aus den unendlichen Weiten des WWW

  • FlowingData hat sich erneuert; sehr sehenswert und gute Artikel.
  • Im Charts-Blog wurde eine Serie von Beiträgen gestartet, die sich dem Thema “10 x 10 Tips to improve your (Excel) charts” widmen. MS-Excel ist zwar kein Programm, mit dem sich ernsthaft arbeiten lässt. Wenn es sich aber nicht umgehen lässt, dann bitte die Hinweise von Jorge Camoes beachten.
  • Das Sozwiki von Tina Günther.
  • Zahlen & Bilder zu den Vorwahlen in den USA bei Political Arithmetik.
  • Kürzlich entdeckte blogs, allerdings ohne gleich eine unbedingte Empfehlung auszusprechen: criminologia, EagerEyes.org, chris uggen’s weblog, Rense Nieuwenhuis (“strong focus on techniques used in quantitative sociology”).

Written by Bernd Weiss

February 7th, 2008 at 9:18 am

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